Bürgerwehr
Wiesenbach wieder erstanden
Unter
Teilnahme von Gastwehren in den Verband aufgenommen
Am 26. November 1966 zogen mit
klingendem Spiel die Bürgerwehren Bensheim a. B., Bretten, Karlsruhe und die Patenwehr
Weinheim a. B. als Festgäste in die schmucke Festgemeinde Wiesenbach bei
Heidelberg ein. Die wiedererstandene Bürgerwehr Wiesenbach mit der lieblichen
Biedermeiergruppe hatte ihren großen Tag. Zum ersten Mal stellten sie sich
ihrer Gemeinde und somit der Öffentlichkeit vor. Mit diesem Akt wurde auch die
offizielle Gründungsfeier begangen.
Die schöne Festhalle war für
das „Heerlager der bunten Röcke“ fast zu klein. Viele Gäste konnte der
Vorsitzende der Kulturgemeinde Wiesenbach und Gründer der neuen Bürgerwehr und
Biedermeiergruppe, Karl-Heinz Ruff, begrüßen, u. a. auch MdL Karl Emig Eberbach, Landeskommandant
Fritz Riederer, Bürgermeister und Kreisrat Julius Waibel, den stellvertretenden
Bürgermeister Gerhard Rung und verschiedene Vereinsvorstände. Sein besonderer
Willkommengruß und vor allem sein inniger Dank galten den Gastwehren und
Trachtengruppen Bensheim und Weinheim.
Nachdem K.-H. Ruff die
Anwesenden mit der Entstehung der Bürgerwehren und ihrem Wirken bis zur
Gegenwart bekannt gemacht hatte, dankte er mit herzlichen Worten den jungen
Bürgerwehrkameraden und der Biedermeiergruppe für die gezeigte Bereitwilligkeit
und den tatkräftigen Einsatz bei gemeinsamer Aufbauarbeit. Mit der Bitte um
Unterstützung wandte er sich an die Bürger der Gemeinde. Die Gründungsfeier sei
eigentlich erst die Generalprobe für die zukünftige Tätigkeit.
Ein Grußwort von Landrat
Steinbrenner wünschte vollen Erfolg.
Im Namen der Gemeinde, des
Bürgermeisters und des Gemeinderates hieß Gemeinderat Gerhard Rung die Festversammlung
willkommen. Er drückte den Wunsch aus, dass sowohl die Bürgerwehr als auch die
Biedermeiergruppe Aktivposten der Gemeinde werden.
Landeskommandant Riederer
ernannte nun den Kommandanten und zwei Offiziere und machte sie mit ihren
Aufgaben vertraut. Geehrt wurden durch den Vorsitzenden K.-H. Ruff die stillen
„Helferinnen im Hintergrund“ von der Biedermeiergruppe, welche beim Anfertigen
der Uniformen den Hauptanteil der Arbeit hatten.
In den Glückwünschen der
Gastwehren Bensheim, Bretten, Karlsruhe und Weinheim kam immer wieder zum Ausdruck,
mit welcher Anteilnahme das Wiederaufleben einer alten Tradition begrüßt wurde.
Die Verbundenheit mit dem jüngsten Mitglied des Landesverbandes demonstrierten
die Gastgeschenke.
MdL Emig nannte die Bürgerwehr
und Biedermeiergruppe ein Musterbeispiel im Landkreis Heidelberg. Das Land
müsste, trotz der Knappheit der Finanzen, bereit sein, ein Scherflein zur
Pflege alter Sitten und heimatlichen Brauchtums beizutragen.
Von der historischen Bindung
Dilsbergs zu Wiesenbach sprach in humorvollen Worten Bürgermeister Waibel. Er
lobte den Bürgersinn der Gemeinde, den zu bemerken, schon öfters Anlass war.
Landeskommandant Riederer sagte
dem Schöpfer der neu gegründeten Bürgerwehr und Biedermeiergruppe, Karl- Heinz
Ruff, herzlichen Dank für die geleistete Arbeit, die er beim Aufbau der beiden
Gruppen für die ganze Gemeinde geleistet habe. Die Saat werde bestimmt gute
Früchte tragen.
Der MGV Liederkranz zeigte mit
drei Liedervorträgen eine bemerkenswerte Probe seines Könnens. Nach
tänzerischen Darbietungen der Trachtengruppen und musikalischen Einlagen des
Musikkorps Bensheim und des Fanfarenzuges Weinheim war das Parkett frei für den
ersten Manöverball der Wiesenbacher Bürgerwehr.